Ein Stück georgianisches England
S
tellen Sie sich vor, einmal reicher zu sein als der König. Frech, oder? Im 16. Jahrhundert schien das die Familie Temple, Erbauer dieses sagenhaften Anwesens, das heute eine Schule ist, nicht zu stören.
Nachdem die Familie durch Schafzucht (kein Witz!) reich geworden war, setzte sie alles daran, ihren schon als obszön zu bezeichnenden Reichtum durch das prächtige Anwesen auch gebührend in Szene zu setzen. Zum Beispiel durch die Errichtung von echten Tempeln im Garten.
Heute sind wir froh darüber, denn die riesigen Landschaftsgärten sind der Öffentlichkeit zugänglich und dazu noch gratis. Und so finden Sie hier den perfekten Ort für ein Picknick. Es gilt Seen und Wälder zu entdecken, oder sich im Café ein leckeres Stück Kuchen zu gönnen. In den Schulferien finden zusätzlich geführte Rundgänge durch das Haus statt.
Doch die Tempel lieben wir besonders. Um die 40 liegen auf dem ganzen Gelände verstreut. Jeder hat seine eigene geheimnisvolle Bedeutung. Mit dem Picknickkorb in der Hand können Sie die Eastern Gardens erkunden, wo sich das Gebäude mit dem herzerwärmenden Namen Temple of Friendship befindet.
Es wurde errichtet, um sich mit Freunden zu entspannen (ursprünglich ein Ort, an dem sich Lord Cobham und seine ausschließlich männlichen Freunde zum Trinken und Unterhalten trafen). Im Jahre 1840 wurde der Tempel bei einem Brand beschädigt.
Doch wenn Sie hier Platz nehmen und lange genug still sitzen bleiben, können Sie vielleicht das Wispern der intellektuellen Elite des 18. Jahrhunderts vernehmen, das hier leise durch die Luft säuselt.
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Den üppigen Duft von Lavendel, Schneeglöckchen, Rosen und Glockenblumen genießen.
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