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Inseln

Inseln

Urlaub vom Festland

E

s gibt etwas, das die englischen Inseln besonders attraktiv macht. Auch wenn die meisten nur einen Steinwurf vom Festland entfernt liegen, haben sich dort doch regionale Besonderheiten und Traditionen herausgebildet.

Zum Beispiel auf der Isles of Scilly , wo Bootsrennen seit Langem Tradition haben. Die mit sechs Ruderern besetzten Boote liefern sich jeweils am Maifeiertag spannende Rennen auf der Strecke zum Festland. 

Diese Sportart entstand im 17. Jahrhundert, als Rettungsboote der Insel dazu genutzt wurden, Schiffen auf der Fahrt durch diese gefährlichen Gewässer zu helfen. Natürlich existieren auch andere, aber nicht weniger spektakuläre Möglichkeiten, auf Inseln überzusetzen. Sie können zum Beispiel bei Ebbe zwischen  Tresco und  Bryher hin- und herlaufen. Die milden, seichten Gewässer hier eignen sich übrigens auch hervorragend zum Schwimmen. Das Klima unterscheidet sich oft vom Festland, so dass die Landwirte hier z.B. Narzissen und andere Blumen pflanzen können, die hier früher blühen und besser gedeihen, als auf dem Festland, und die dazu noch Zugvögel anlocken. 

Und von der Schönheit der Inseln einmal abgesehen, bildeten diese in der Vergangenheit auch die erste Verteidigungslinie gegen feindliche Mächte. Das ist nirgendwo offensichtlicher als auf dem  St Michael’s Mount . Diese Erhebung – bei Flut eine Insel – wird von einer majestätischen mittelalterlichen Burg gekrönt, die vor Rüstungen und Kanonen nur so strotzt. Natürlich geht es heutzutage friedlicher zu, besonders wenn Sie zwischen all den exotischen, im Burggarten prächtig wachsenden Pflanzen umherspazieren oder mit der Untergrundbahn fahren, die Sie zum Strand bringt. 

Am anderen Ende des Landes, in Northumberland, zieht  Holy Island bereits seit Jahrtausenden Besucher an. Wie der Name bereits nahelegt, kamen Pilger hierher, um das Benediktinerkloster zu besichtigen und die Ruhe zur Besinnung zu nutzen. All das änderte sich im 16. Jahrhundert, als Heinrich VIII damit begann, die Steine der Klosteranlagen für den Bau von Lindisfarne Castle zu benutzen. Das steht auch heute noch, inmitten des Lindisfarne National Nature Reserve, und ist von Sanddünen, Wattenmeer und Salzwiesen umgeben. Ein viel friedlicherer Anblick als die kriegerischen Armeen der Vergangenheit.


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